Thailand – Insekten als Nahrung

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Thailand – Insekten als Nahrung
In einigen Regionen Asiens gelten Insekten als Delikatesse und als Heilmittel. Der Dokumentarfilmer Yann Martineau hat sich bei den Insektenessern in Thailand umgesehen. Warum findet ein Volk Speisen lecker, die ein anderes verabscheut?

Das Spezialgebiet des jungen Anthropologen Kanwee Viwapanich ist die Entomophagie, das ist der Verzehr von Insekten. Je nach Region gelten unterschiedliche Insekten als Leckerbissen. In der Provinz Isan in Thailand werden beispielsweise Insekten – und auch Vogelspinnen – traditionell lebendig verzehrt. Der Forscher möchte nun herausfinden, wie es zu dieser Gewohnheit gekommen ist, die sich auch in der traditionellen Heilkunde niederschlägt. Während seiner Studien wohnt Kanwee bei Tao und Noo. Deren GroĂźmutter Mae Yai ist der letzte Mensch in der gesamten Region, der lebendige Vogelspinnen verspeist. Und folglich ist sie die Einzige, die ihm zeigen kann, wie man das gefahrlos macht.

Und Bank, der früher Garnelen gezüchtet hat, verkauft nun Insektenfertiggerichte. Die Werbetrommel für sein Geschäft rührt er in Fernsehshows und bei öffentlichkeitswirksam inszenierten Insektenwettessen. Die Dokumentation räumt außerdem mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass Insekten als Nahrungsquelle viel Protein liefern. Und sie macht deutlich, dass ein vermehrter Verzehr von Insekten das ökologische Gleichgewicht gefährden könnte, da sich unter den als Delikatesse geltenden Exemplaren zahlreiche durchaus nützliche Insektenarten befinden, die Schädlinge verzehren.

(Doku Quelle: Youtube.com)