Altenpflege im Akkord

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Altenpflege im Akkord
Torsten arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der ambulanten Pflege. Der 46-jährige Helfer vom Deutschen Roten Kreuz ist Altenpfleger aus Leidenschaft, auch wenn der Job schlecht bezahlt wird und der Zeitdruck ständig zunimmt. Sechs Minuten sind fĂĽr einen Besuch bei einem PflegebedĂĽrftigen mit Medikamentengabe vorgesehen, acht Minuten fĂĽr den Toilettengang. Das hat mit der Realität nichts zu tun. FĂĽr ein persönliches Gespräch mit den vereinsamten Menschen bleibt da keine Zeit“, klagt der Altenpflege-Helfer.

Torsten ist einer von 290.000 Helfern bundesweit, die in der ambulanten Pflege tätig sind. Bereits jetzt herrscht Pflegenotstand in Deutschland und der Bedarf nach Fachkräften wird in den kommenden Jahren noch rapide steigen. Doch die harten Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung schrecken viele potenzielle Mitarbeiter ab. Sechs Minuten Wegezeit werden Torsten laut Leistungskatalog gewährt, um von einem Patienten zum nächsten zu kommen. Damit die Fahrten nicht so lange dauern, hat sich der Helfer ein stadttaugliches, schnelles Fahrrad zugelegt. Nur so kann er sein Pensum schaffen. Je zügiger er fährt, desto mehr Zeit bleibt ihm anschließend für seine Patienten, für die er oft der einzige Gesprächspartner im Alltag ist.

(Doku Quelle: Youtube.com)