Abschiebung im Morgengrauen

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Abschiebung im Morgengrauen
Es ist drei Uhr morgens, als sechs Mitarbeiter der Hamburger Ausländerbehörde an einer TĂĽr klingeln. Zusammen mit Polizisten drängen sie in eine Wohnung, in der eine Familie mit fĂĽnf Kindern lebt. Den Kosovo-FlĂĽchtlingen bleiben 30 Minuten Zeit, ihre Sachen zu packen, um nach 15 Jahren Deutschland zu verlassen. Die Szene stammt aus dem Film „Abschiebung im Morgengrauen“ von Michael Richter. Als erstem Journalisten gestattete ihm die Behörde, Abschiebungen mit der Kamera zu begleiten und den Alltag im „Abschnitt fĂĽr RĂĽckfĂĽhrungsangelegenheiten“ zu beobachten: Vor laufender Kamera kämpft eine Frau darum, bei ihrem todkranken Vater bleiben zu können. Ein Mann, der zur Verlängerung seiner Duldung kam, wird wie ein Straftäter gefilzt und mit der Nachricht ĂĽberrascht, umgehend abgeschoben zu werden. Gestern wurde bekannt, dass Richter fĂĽr den Film den Grimme-Preis erhält.

(Doku Quelle: Youtube.com)